Schafstall & Salzgeber zeigen: Kopfplatzen

In Zusammenarbeit mit dem Filmverleih Salzgeber zeigen wir den bemerkenswerten Film KOPFPLATZEN zum Preis von 9,90 €. Hierbei geht ein Teil des Erlöses direkt an uns. Voraussetzung, den Film zu sehen, ist ein Konto bei Vimeo.

INHALT
Markus ist 29, Single und als Architekt beruflich angekommen. Niemand in seiner Familie und seinem Arbeitsumfeld weiß, dass er pädosexuell ist. Körper von kleinen Jungs erregen ihn. Er hasst sich dafür und kämpft jeden Tag gegen sein Verlangen an. Als die alleinerziehende Mutter Jessica mit ihrem achtjährigen Sohn Arthur in die Nachbarswohnung einzieht, verliebt sie sich in den hilfsbereiten Markus. Der kleine Arthur mag es, wenn Markus auf ihn aufpasst, und sieht in ihm eine Vaterfigur. Doch Markus ahnt, dass er sein Verlangen auf Dauer nicht unter Kontrolle haben wird. Er kämpft darum, den lauter werdenden Rufen in seinem Kopf zu widerstehen.

In seinem Spielfilmdebüt „Kopfplatzen“ widmet sich der Regisseur und Drehbuchautor Savaş Ceviz dem schwierigen Thema Pädosexualität und nimmt dabei bewusst die Perspektive eines potenziellen Täters ein, um dessen Innenleben zu ergründen und die Frage zu stellen, wie unsere Gesellschaft reflektiert mit der Problematik umgehen kann. Für sein aufwühlendes Drama konnte Ceviz den vielfach ausgezeichneten deutschen Schauspiel-Star Max Riemelt („Freier Fall“, „Sense8“) gewinnen, der die intensive Rolle des Markus eindrücklich verkörpert, ohne dessen mögliche Täterschaft zu verharmlosen.

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Deutschland 2019, 99 Minuten,
deutsche Originalfassung, FSK 16
mit Max Riemelt, Oskar Netzel, Isabell Gerschke u.a.


„Kopfplatzen brilliert in erster Linie durch die mitreißende Performance seines Hauptdarstellers Max Riemelt (Freier Fall / Im Angesicht des Verbrechens), dessen reduziert-vieldeutige Mimik jede Szene quasi im Alleingang trägt. Dessen doppelbödiges Spiel eines eigentlich sympathischen Unholds, der sich seiner eigenen Abgründe jederzeit bewusst ist und nun nach dem Exit sucht, kreiert auf diese Weise aus einem ambitionierten Fernsehformatstoff ein weitgehend erstklassiges Kinoabenteuer, das einem lange im Gedächtnis bleibt. Kurzum: So systemrelevant kann deutsches Indie-Kino sein, wenn es sich traut. Kopfplatzen ist in toto ein mutiges Langfilmdebüt voller Ambiguität, das im noch jungen Kinojahr absolut haften bleibt.“ (kino-zeit.de)