Every Note You Play

Every Note You Play

Fr. 13 März
@ 20:00 UHR

ZUM TRAILER

Termin im Kalender speichern!

48 48 Besucher*innen haben hier schon reingeschaut.

Every Note You Play

Zugegeben: Es war ein Experiment. Es hätte auch schiefgehen können. Aber es ging nicht schief. Im Rahmen der zweiten Monheim Triennale im Sommer 2024 kamen 16 Musikerinnen und Musiker zusammen, um zu tun, was sie am besten können: Musik machen. Und Mika Kaurismäki – Suchender und Flaneur des finnisch-stämmigen Weltkinos – wagte dieses filmische Experiment. Er zeichnete nicht das Ergebnis auf. Vielmehr stenografierte er den kreativen Prozess der Entstehung. Selten gelang es so intim und präzise, die Genese einer so flüchtigen Kunst wie der improvisatorischen Musik festzuhalten.

Was ist Musik? Was ist Kunst? Fragen, die uns immer etwas ratlos zurücklassen. Mika Kaurismäki geht diesen Fragen auf den Grund, indem er das Zusammentreffen von 16 Musikerinnen und Musikern über fast drei Tage begleitet. Er beobachtet, wie Freiheit und Disziplin aufeinandertreffen, wie sich Töne, Menschen, Emotionen begegnen und entfalten. Musik wird in Kaurismäkis Perspektive zum Erfahrungsraum.

Bei der zweiten Monheim Triennale kamen im Sommer 2024 Musiker aus verschiedenen Kulturen und unterschiedlichsten musikalischen Kinderstuben zusammen. Drei Tage lang machten sie Musik in Kirchen, im Freien, in kleinen Hallen und an weiteren überraschenden Orten. Immer vor Publikum wurde schon am ursprünglichen Schauplatz der künstlerische Weg zur öffentlichen Sache. Niemand hatte vorab geplant, kommuniziert wurde im Moment und vor allem durch Musik.

Was wir zu sehen bekommen, ist weit mehr als nur ein Dokumentarfilm. Wir sehen keine Einordnung, keinen Kommentar über Genres, Stile und musikhistorische Stammbäume. In ruhigen Bildern nimmt der Film sich in seiner Deutung bewusst zurück. Die Lupe soll nicht zum Brennglas werden, das Spiel der umeinander kreisenden Musiker soll nicht gestört werden – weder im Moment noch auf der Leinwand. Am Ende bleibt unklar, ob Kaurismäki anfangs überhaupt gesucht hatte, was er am Ende fand. Was er hingegen fand, ist ohne Zweifel beeindruckend: Kreativität, Schaffenskraft und das Wesen der Kunst selbst.

Wir zeigen den Film im Rahmenprogramm (JazzArt Plus) des JazzArt Festivals Schwäbisch Hall.


Deutschland 2025; Regie: Mika Kaurismäki; 

mit Oren Ambarchi, Shannon Barnett, Brighde Chaimbeul, Anushka Chkeiden, u.a.;

FSK 0; Länge: 82 Min.