
Jessica, Perla, Julie, Ariane und Naïma leben in einem Heim für junge Mütter. Fünf Teenagerinnen, die auf ein besseres Leben für sich und ihre Babys hoffen.
Kino als Spiegel sozialer Verhältnisse – unter dieser Prämisse steht das künstlerische Schaffen der belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne, die für ihre Werke mit zahlreichen Preisen, darunter zwei Hauptgewinnen in Cannes, ausgezeichnet wurden. Dort feierte im Mai 2025 auch ihr jüngster Spielfilm JEUNES MÈRES – JUNGE MÜTTER seine Weltpremiere und erhielt die Trophäe für das beste Drehbuch. Ihren Blick für gesellschaftliche Gegebenheiten behalten die Regisseure bei. Mit ihrem Drama um eine Gruppe junger Frauen, die mit den Herausforderungen der Mutterschaft ringen, versuchen sie sich dieses Mal allerdings an einem Ensemblestück.
„Jede Geschichte wurde entsprechend der jeweiligen Teenager-Mutter und ihrem Kind gestaltet, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Heims für junge Mütter. Was sie verbindet, ist die frühe Mutterschaft, die mit der sozialen Determinierung von Armut und bestimmten emotionalen Defiziten verbunden ist.
Diese können dazu führen, dass die gleichen Verhaltensweisen von Generation zu Generation wiederholt werden. Genau davon versuchen sie sich zu befreien und erscheinen dabei einzigartig, lebendig und individuell. Sie hören in gewisser Weise auf, Figuren zu sein – und werden zu Menschen“, erzählen Jean-Pierre und Luc Dardenne über ihren Film.
Frankreich 2025; Regie: Jean-Pierre & Luc Dardenne;
mit Babette Verbeek, Elsa Houben, Janaina Halloy Fokan, Lucie Laruelle, Samia Hilmi, u.a.;
FSK 12; Länge: 106 Min.
Trailer - https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/junge-muetter-jeunes-meres-2025