
Nach Jahren liebloser Fortsetzungen und schwindender Fanbasis wird das Slasher-Franchise „Camp Miasma“ einer ambitionierten jungen Regisseurin zur Wiederbelebung überlassen. Als sie den einstigen Star der Originalfilme besucht, eine mittlerweile zurückgezogen lebende Schauspielerin, die von Geheimnissen umgeben ist, geraten die beiden Frauen in eine blutgetränkte Welt voller Begehren, Angst und Wahnvorstellungen.
Die queere Filmemacherin erhält den Auftrag, einen neuen Teil für die finanziell schwächelnde Slasherfilm-Reihe Camp Miasma zu drehen. Im Zuge der Arbeit entwickelt sie eine zunehmende Faszination für das „Final Girl“ des Originals (Gillian Anderson) und schließlich gelingt es ihr, die inzwischen zurückgezogen lebende Frau noch einmal für die Reihe zu engagieren. Bald aber führt die Begegnung mit der mysteriösen Frau in ungekannte, von Wahnvorstellungen geprägte Untiefen der Angst und Lust.
TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA ist der bislang persönlichste Film von Jane Schoenbrun – und vielleicht auch der, der am meisten Spaß macht. Das fiktive Slasher-Franchise „Camp Miasma“ wurde von den hypersexualisierten und oft transphoben Horrorfilmen aus Schoenbruns Jugend inspiriert, und ist eine liebevolle sowie herrlich respektlose Hommage an Werke wie „Freitag der 13.“ und „Sleepaway Camp“ (mit Anklängen an den großen Urvater des Slasher-Films, Alfred Hitchcocks „Psycho“).
„Was soll bei dem Titel schon schiefgehen? Im Kern von TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA mag irgendwo ein gendertheoretisches Proseminar stecken, aber es ist verpackt als schamlos-spaßiges Meta-Horror-Experiment, in dem die psychosexuellen Nuancen des Slasher-Genres ebenso verhandelt werden wie die Frage nach der besten Fruchtgummi-Marke.“ filmstarts.de
GB/USA 2026; Regie: Jane Schoenbrun;
mit Hannah Einbinder, Gillian Anderson, Amanda Fix u.a.;
FSK 16; Länge: 120 Min.