Bernd – Operation Germanenkind

Bernd – Operation Germanenkind

Ein Darsteller mit Behinderung und rechten Tendenzen sprengt das Weltbild eines linken Künstlerkollektivs. Bernd ist vulgär, rassistisch, sexistisch. Doch je brutaler seine Provokationen werden, desto hemmungsloser entlarvt sich die Gruppe selbst. Was als moralische Überlegenheit beginnt, endet in Erniedrigung, Gewalt und kollektiver Entmenschlichung.

Bernd arbeitet als Schauspieler mit Behinderung in einem linken Berliner Künstlerkollektiv. Mit ihrem neuen Stück reisen sie nach Peenemünde, das vor allem für die Raketenentwicklung in der einst dort stationierten Heeresversuchsanstalt bekannt ist. Bernd, der zunehmend vom Dritten Reich fasziniert ist, demonstriert seine
rechten Tendenzen: laut, sexistisch, rassistisch, respektlos – ein Affront gegen jede moralische Gewissheit der Gruppe. Mit jeder seiner Provokationen zerbricht zunehmend mehr von ihrer Toleranz. Aus Haltung wird Hass, aus Humanismus Gewalt.

Am Ende prügeln jene, die sich für die besseren Menschen halten, wie Barbaren auf ihn ein – und aus Demokraten werden exzentrische Wutbürger. Eine Dystopie über Moral, Macht und die dünne Haut der Demokratie.
Bernd ist ein böser Komiker, ein Anarchist mit aufgemaltem Bart, der uns seine Schelmenkappe überstülpt.

Der Filmemacher Cornelius Schwalm ist am Samstag, den 28.11., zu Gast im Schafstall.


Deutschland 2025; Regie: Cornelius Schwalm ; 

mit Verena Unbehaun, Matthias Rheinheimer, Silvina Buchbauer, u.a.;

FSK 16; 93 Min.

 

Datum und Uhrzeit

Fr., 27. Nov. 2026
20:00 Uhr

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