Ein einfacher Unfall

Ein einfacher Unfall

Fr. 20 Feb.
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Ein einfacher Unfall

Was als kleiner Unfall beginnt, löst eine Reihe von eskalierenden Folgen aus. Vahid, ein aserbaidschanischer Automechaniker, wurde einst vom iranischen Regime inhaftiert und dort immer wieder mit verbundenen Augen verhört. Eines Tages betritt ein Mann namens Eghbal seine Werkstatt. Das Quietschen seiner Beinprothese lässt Vahid glauben, in Eghbal einen seiner früheren Peiniger wiederzuerkennen.

Der ehemalige politische Gefangene glaubt in einem zufällig hereinkommenden Mann den ehemaligen Folterer zu erkennen, der ihn im Gefängnis misshandelt hat – allein anhand des Geräuschs seiner Prothese. Vahid entführt den Verdächtigen, um Gewissheit zu erlangen, und sammelt andere ehemalige Inhaftierte um sich. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, ob dieser Mann wirklich der Folterer ist und wie sie mit dieser Vermutung umgehen sollen. Dabei geraten sie in eine Spirale aus Zweifeln, Wut und dem Wunsch nach Gerechtigkeit, die immer weiter eskaliert.
Der iranische Meisterregisseur Jafar Panahi, wurde für EIN EINFACHER UNFALL in Cannes 2025 mit der Goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet. Trotz seines langjährigen Berufsverbots ist es Jafar Panahi erneut gelungen, einen Film zu schaffen, in dem Humor und Ernsthaftigkeit eine Geschichte über den heutigen Iran und über jene erzählen, die es wagen, Widerstand zu leisten.

Panahi hat in diesem Film auch seine eigene Hafterfahrung verarbeitet. Am selben Tag, an dem er mit drei Gotham Awards ausgezeichnet wurde, teilte sein Anwalt mit, dass er im Iran in Abwesenheit für „Propaganda gegen den Staat“ erneut für ein Jahr Haft verurteilt wurde.
Der Film ist eine schwarze Komödie, die bereits in vielen Ländern zum Publikumshit wurde.


Iran, Frankreich, 2025; Regie Jafar Panahi;
mit Ebrahim Azizi, Vahid Mobasheri, Mariam Afshari, Hadis Pakbaten u.a.; 

FSK 16; Länge: 101 Min.