Ich sterbe. Kommst du? (Filmgespräch)

Ich sterbe. Kommst du? (Filmgespräch)

Do. 26 Feb.
@ 20:00 UHR

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Ich sterbe. Kommst du? (Filmgespräch)

Das Team der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung Schwäbisch Hall-Hohenlohe und der Krebsverein für die Kreise Schwäbisch Hall und Hohenlohe veranstalten gemeinsam eine Filmreihe mit vier ausgewählten Filmen in den Programmkinos ihres Versorgungsbereichs. Die Filme thematisieren den sensiblen und unterstützenden Umgang mit der gesamten Bandbreite an Herausforderungen, die schwere Erkrankungen für Betroffene und deren Angehörige mit sich bringen. Die filmischen Beiträge reichen von humorvollen über nachdenkliche bis hin zu dokumentarischen und hoffnungsvollen Perspektiven und zeichnen sich durch eine durchgehend wertschätzende und einfühlsame Darstellung aus.

Vor und nach den Filmvorführungen stehen Vertreterinnen der beteiligten Teams für Informationen und Gespräche mit dem Publikum zur Verfügung.
Am Freitag, den 26. Februar, dürfen wir als Gastgeber einer dieser Vorführungen Expertinnen des Krebsvereins Schwäbisch Hall-Hohenlohe sowie des SAPV-Teams Schwäbisch Hall-Hohenlohe in unserem Kino begrüßen. Wir freuen uns auf einen anregenden Austausch und einen bereichernden Abend.

„Sterben kann man nicht üben“ schreibt Benjamin Kramme in den Pressenotizen zu seinem Spielfilm ICH STERBE. KOMMST DU?, der beim Max-Ophüls-Preis-Filmfestival unter anderem für den gesellschaftlich relevantesten Film ausgezeichnet wurde. Eine besonders passende Auszeichnung für einen Film, der etwas zeigt, das jedem Menschen unweigerlich widerfährt, das jedoch aus nachvollziehbaren Gründen in der öffentlichen Wahrnehmung eine eher untergeordnete Rolle spielt: Das Sterben und besonders das Sterben im Hospiz.

In ein Hospiz zieht zu Beginn des Films die gut 40-jährige Nadine (Jennifer Sabel, Co-Autorin und Lebensgefährtin von Kramme), die unheilbar an Krebs erkrankt ist. Zwischen trotziger Akzeptanz und Renitenz schwankt Nadine, die am liebsten sofort Reißaus nehmen würde vom Pfleger Nuri (Ruben Sabel), aber dann doch zum Bleiben im Hospiz überredet wird.
Neben seiner Arbeit als Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur arbeitet Benjamin Kramme seit langem als Pfleger in einem Hospiz, eine Erfahrung, die ihn zu diesem Film, seinem ersten langen, inspirierte. Der dann auch durch besondere Authentizität überzeugt, bisweilen wie ein Dokudrama wirkt, bei dem schmerzhaft unmittelbar vom Leben und vor allem Sterben in einem Hospiz erzählt wird. Allerdings weder auf voyeuristische noch weinerliche Weise, sondern auf seltsamerweise besonders lebensbejahende Weise.
Welche Rolle beim Sterben den Hospizen zukommt, beschreibt Kramme, dank seiner eigenen Erfahrung, in der Figur des Pflegers Nuri. Nicht nur für die Sterbenden selbst, sondern auch für die Angehörigen haben diese letzten Tagen und Wochen eines Menschen besondere Bedeutung, als letzte Möglichkeit, Dinge zu klären, abzuschließen, Abschied zu nehmen.
ICH STERBE. KOMMST DU? zeigt diese letzten Tage im Leben einer jungen Frau, genau beobachtet und von Jennifer Sabel berührend gespielt. Ein bemerkenswerter Film über etwas, das jeder Mensch unausweichlich durchleben wird.


Deutschland 2025; Regie: Benjamin Kramme;
mit Jennifer Sabel, Barbara Philipp, Hildegard Schroedter, Carlos Moselewski, Axel Werner, Monika Lennartz; 

FSK 12; Länge: 99 Min.