Reflection in a dead diamond

Reflection in a dead diamond

So. 25 Jan.
@ 20:00 UHR

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Reflection in a dead diamond

Ein Titel so geheimnisvoll wie der dazugehörige Film. In den Siebzigerjahren waren solche Titel im italienischen Genre-Kino nicht ungewöhnlich, heute sind sie es schon. Aber alleine schon der Titel REFLECTION IN A DEAD DIAMOND sorgt für wohlige Schauer. Er erinnert an die meist sinnbefreiten, aber immens phantasievollen Titel des italienischen Giallos längst vergangener Zeiten. Ein Giallo ist diese Verbeugung vor dem italienischen Kino aber nicht. Vielmehr ist er eine Hommage an das Genre des Eurospy-Films, das im Zuge des Erfolgs von James Bond in den Sechzigerjahren sehr lebendig war.

John D. (Altstar Fabio Testi) lebt in einem luxuriösen Hotel an der Côte d’Azur. Seine Nachbarin fasziniert ihn besonders. Ihretwegen muss er an seine Zeit als Geheimagent in den Sechzigerjahren denken, als er an der Riviera im Einsatz war. Als die Dame eines Tages verschwindet, holt John D. die Vergangenheit wieder ein. Möchte sich ein Feind von einst an ihm rächen?
Erschaffen wurde der Film von dem Autoren- und Regie-Duo Hélène Cattet und Bruno Forzani. Die Franzosen lieben das Genre-Kino der Siebzigerjahre, das haben sie schon mit ihren Werken „Amer – Die dunkle Seite deiner Träume“ (2009), „Der Tod weint rote Tränen“ (2013) und „Leichen unter brennender Sonne“ (2017) bewiesen. Sie avancierten mit ihnen zu Lieblingen eines Publikums, das das italienische Kino längst vergangener Jahrzehnte noch immer schätzt und feiert.

Der Film gleicht dabei auch erzählerisch dem italienischen Genre-Film jener Zeit. Soll heißen: Er ist nicht kohärent, er ist wild, treibend, auch wirr, nichts, das linear oder gar sinnig erzählt wäre, sondern eher schon ein Film, den man wegen seiner puren, aber ausgelassenen Erzählfreude schätzt.


Reflet dans un diamant mort; Belgien, Luxemburg, Italien, Frankreich 2025; Regie: Hélène Cattet, Bruno Forzani;

mit Fabio Testi; Yannick Renier; Koen De Bouw u.a.; 

Länge: 87 Min.; FSK 16