Souleymans Geschichte

Souleymans Geschichte

So. 08 März
@ 17:30 UHR

ZUM TRAILER

Termin im Kalender speichern!

68 68 Besucher*innen haben hier schon reingeschaut.

Souleymans Geschichte

Souleymane ist aus Guinea geflüchtet und versucht in Frankreich einen Asylantrag zu stellen. Da er keinen Pass hat, braucht er dringend Geld, um an Papiere zu kommen. Dafür schlägt er sich als Essenslieferant über die Runden. Es bleiben ihm nur noch 48 Stunden bis zum Termin beim Migrationsamt. Bis dahin muss er neben all dem Stress auch noch eine plausible Geschichte parat haben, die seine Fluchtgründe belegt. Souleymans Geschichte ist ein hochspannender Thriller über den Teufelskreis von Migration und Ausbeutung, über Machtverhältnisse und gnadenlose Asylverfahren. Der Regisseur Boris Lojkine bleibt immer dicht und unmittelbar an seiner Hauptfigur, was dem Film eine packende Dynamik und fast schon dokumentarische Züge verleiht. Der Film wurde in Cannes und bei den Césars vielfach ausgezeichnet.

Schon von Berufs wegen kommt Souleyman kaum zur Ruhe: Als Fahrradkurier rast er durch die Straßen von Paris. Jede Minute zählt, Zeit ist Geld, allzu viel bleibt am Ende der Woche ohnehin nicht übrig, denn Souleyman ist ein sans-papier, ein Migrant ohne Papiere, der deswegen keiner regulären Arbeit nachgehen kann. Dabei braucht Souleyman jeden Euro. Manchen schickt er nach Hause, zu seiner Mutter, die teure Medikamente braucht, von denen er nicht weiß, ob sie sie bekommt. In Paris wiederum steht ein entscheidender Moment an, der über Souleymans Schicksal entscheiden könnte: Ein Termin beim Amt für Migration.

Unerbittlich schildert Lojkine dieses Leben, das exemplarisch für das vieler Migranten steht. Wer Lieferando oder Flink benutzt, wer seine Pakete von Amazon bekommt, mag nach diesem Film beim nächsten Mal vielleicht ein bisschen genauer hinschauen, wer denn da das Essen oder Anderes liefert.
Meist sind das auch in Deutschland Menschen mit Migrationshintergrund. Ihr Schicksal stellt SOULEYMANS GESCHICHTE in den Mittelpunkt, ihnen verleiht Lojkines Film eine Stimme.


Frankreich 2024; Regie Boris Lojkine; 

mit Abou Sangaré, Nina Meurisse, Alpha Oumar Sow; 

Länge: 92 Min.; FSK 12