Sunny Dancer

Sunny Dancer

Zwischen Grimmigkeit und Lebenslust kämpfen in diesem britischen Independent-Drama Teenager in einem Sommercamp für krebskranke Kinder gegen ihre Ängste: ein Feelgood-Film mit Bella Ramsey – bekannt durch Erfolgsserien wie GAME OF THRONES und THE LAST OF US – als sture Heldin.

Liv befindet sich seit zehn Monaten in Remission, hat sich vom Leben jedoch abgeschottet. Darum melden ihre Eltern sie für vier Wochen im Children-Run-Free-Camp an, in dem Patrick krebskranken Kindern und Jugendlichen wieder das Gefühl geben will, am Leben teilzuhaben. Liv ist unwillig, macht es aber ihren Eltern zuliebe. Erst zeigt sie sich unnahbar, dann freundet sie sich mit ihrer Zimmergenossin Ella und all den anderen an und erlebt sogar die erste Liebe.
SUNNY DANCER wurde in Schottland gedreht. Die Landschaft, vor allem aber auch die ewigen Wolken, die kaum ein Sonnenstrahl je durchdringt, zeigen das sehr schön. Das Raue ist ein guter Hintergrund für die Geschichte. Der Film zeigt, wie ein Mädchen, das unbändige Wut auf die Welt hat, wieder zu sich findet. Das ist eine starke Rolle für Ramsay, aber auch das übrige Ensemble ist überzeugend. Die Figuren haben alle ihre kleinen Macken und Eigenheiten und wirken deshalb natürlich und authentisch.

Sehr genau wird in diesem Film die mentale Gemengelage unsicherer Jugendlicher beleuchtet, die um ihren Außenseiterstatus wissen und auch, dass Krebs bei anderen Angst, gar Aggression hervorruft. Doch nichts demoralisiert sie mehr als Mitleid – selbst wenn sie dieses Gefühl durchaus zu ihrem Nutzen einsetzen können.


GB 2026; Regie: George Jaques;
mit Bella Ramsey, Daniel Quinn-Toye, Ruby Stokes, Earl Cave, Conrad Khan; 

106 Min.

 

Datum und Uhrzeit

Sa., 17. Okt. 2026
20:00 Uhr

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